Neue Berg- und Alpinwanderskala

Neue Berg- und Alpinwanderskala T1..6:

T1

Bezeichnung

Wandern

Markierung Wanderweg Markierung Pfeil oder Wandern Markierung klein
Weg/Gelände Weg gut gebahnt. Gelände flach oder leicht geneigt, keine Absturzgefahr.
Anforderung Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.
Beispielwege Männlichen - Kleine Scheidegg,
Hüttenweg Jurahaus,
Cabane Mont Raimeux,
Strada Alta Leventina,
Vermigelhütte.

T2

Bezeichnung

Bergwandern

Markierung Bergwanderweg Markierung Pfeil oder Bergwanderweg Markierung klein
Weg/Gelände Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.
Anforderung Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.
Beispielwege Wildhornhütte, Bergseehütte,
Täschhütte ab Täschalp, Passo Campolungo,
Capanna Cristallina von Ossasco.

T3

Bezeichnung

Anspruchsvolles Bergwandern

Markierung teilweise:
Bergwanderweg Markierung  Pfeil oder Bergwanderweg Markierung klein
Weg/Gelände Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Anforderung Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.
Beispielwege Hohtürli, Sefinenfurgge,
Fründenhütte, Grosser Mythen,
Pizzo Centrale vom Gotthardpass.

T4

Bezeichnung

Alpinwandern

Markierung Alpinwanderweg Markierung Pfeil oder Alpinwanderweg Markierung klein
Weg/Gelände Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen.
Anforderung Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.
Beispielwege Fornohütte, Schreckhornhütte,
Dossenhütte, Mischabelhütte,
Übergang Voralphütte - Bergseehütte,
Vorder Glärnisch, Steghorn (Leiterli),
Piz Terri, Pass Casnile Sud.

T5

Bezeichnung

Anspruchsvolles Alpinwandern

Markierung teilweise
Alpinwanderweg Markierung Pfeil oder Alpinwanderweg Markierung klein
Weg/Gelände Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.
Anforderung Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung auch im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.
Beispielwege Cabane Dent Blanche,
Büttlasse, Salbitbiwak,
Sustenjoch Nordflanke,
Bristen, Pass Cacciabella.

T6

Bezeichnung

Schwieriges Alpinwandern

Markierung keine
Weg/Gelände Meist weglos. Kletterstellen bis II. Grad. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.
Anforderung Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln.
Beispielwege Niesengrat (Fromberghorn Nord),
Glärnisch Guppengrat,
Via alta della Verzasca.

Quelle: http://www.sac-cas.ch/unterwegs/schwierigkeits-skalen.html

 

Download

SAC_Wanderskala.pdf [DIE ALPEN 4/2002]  0.2MB

SAC Wanderskala(.pdf)  [Ausgabe 09.2012 - Download-Direktlink zu www.sac-cas.ch]

 

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