Es ist erstaunlich, dass man Ende Oktober noch bei angenehmen 15 Grad auf der Melchsee-Frutt wandern kann. Da aber für die nächsten Tage Schnee angesagt wurde, wollte ich dieses tolle Herbst-Wetter für eine persönliche Erstbesteigung des Schwarzhorn (OW) nutzen.

Um ca 08:40 traf ich in  der Stöckalp ein. Weil Zwischensaison war und die Vorbereitungen für den Winterbetrieb in vollem Gange waren, stand die Melchsee-Frutt Gondelbahn still. Deshalb fuhr ich mit dem Auto hoch.
Um ca 09:30 startete meine Tour auf dem Weg zur Tannalp, nördlich des Melchsees entlang, wobei ich später die Fahrstrasse  hoch in Richtung Schnuer nahm und anschliessend Die Tannalp nördlich umging; via Murmoltereneggen. Dieser Wegverlauf ist hier oben zwar etwas mühsam, aber er steigt nie abrupt an, man kann also stetig aufsteigen. Nun peilt man den Tannenstock an, welcher westlich umgangen wird. Ich ging hier hahrscharf an ihm vorbei, damit ich möglichst wenig Höhe verlor. Nun betrat ich das Charstgebiet, welches man in Richtung Heitlistock durchsteigt (falls man sich hier besser auskennt, findet man vielleicht auch einen optimaleren Weg, damit man nicht immer hoch und runter muss...).
Nun begann das schönste Teilstück der Tour, da ich dies noch nicht kannte. Zwar war ich mal mit meinem Vater hier oben unterwegs, aber das ist bestimmt schon 30 Jahre her... Ich stieg nördlich des Henglihorn 2627m durch das Geröll hoch zum Sattel bei P. 2587. Nun in wenigen Minuten etwas runter und dann auf das Schwarzhorn 2638m.

Um ca 13:15 Uhr stand ich dann auf dem Gipfel. Er bietet einem eine atemberaubende Tiefsicht in Richung Engelberg sowie eine tolle Rundumsicht. Ein wahrhaft toller, einsamer Gipfel. Vor lauter Freude über die tolle Aussicht hatte ich vergessen, ins Gipfelbuch zu schreiben.

Da der Westwind stark blies und es kühl war, ging es um ca 13:45 bereits wieder runter. Ich ging nicht mehr am Tannstock vorbei zur Murmoltereneggen, sondern stieg zu den Seeleins ab und zu P. 2125, anschliessend weiter durch die teils sumpfige Alp zur Strasse zurück. Um ca 17:20 Uhr war ich wieder beim Parkplatz angekommen. Noch rechtzeitig, um herunterfahren zu können.

Fazit

Es empfiehlt sich mehr Zeit einzuplanen. Ein frühmorgendlicher Aufstieg wäre sicherlich wunderbar. Die Gegend im oberen Bereich lädt auch noch dazu ein, den einen oder anderen Gipfel mitzunehmen.

Charakter

Die Tour beginnt in einer Traumumgebung, auf tollem Wanderweg an Melchsee und Tannensee vorbei, dann zunehmend wegloser durch Alpweiden, Charstgelände und Geröll. Bei Nebel kann die Orientierung in diesem Gelände schwierig werden.

 

Tourdatum: 26. Oktober 2018

 

Die dargestellte Route wurde manuell erfasst. Sie entspricht nicht haargenau der effektiv begangenen Route.

 

Fotos

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